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Big Japan Pro-Wrestling (Dai Nihon Puroresu)

Big Japan Pro-Wrestling

Big Japan Pro-Wrestling ist die führende Death Match Wrestling Liga der Welt. Sie wurde im Dezember 1994 in Yokohama von den ehemaligen All Japan Wrestlern Great Kojika und Kendo Nagasaki gegründet und hielt ihre erste Show am 16.03.1995 im Yokohama Bunka Gymnasium ab. Als Big Japan ins Leben gerufen wurde, erlebte das Death Match Wrestling (gerne auch "Garbage Wrestling" genannt) seine Glanzzeit. Mit Frontier Martial-Arts Wrestling, W*ING (Wrestling International New Generation / gegründet 1991) und IWA Japan (1994 von Victor Quiñones als Nachfolger von W*ING gegründet) gab es bereits eine etablierte Death Match Szene, die sich in den Jahren 1994-1996 auf ihrem Höhepunkt befand. Auf dieser Welle wollte auch Kojika & Nagasaki mit schwimmen. Mit den Hardcore Wrestling Stars Shoji Nakamaki, "Mr. Danger" Mitsuhiro Matsunaga und Nagasaki selbst, der seinerzeit ein bekannter Name war, gewannen sie namhafte Unterstützung für ihr Projekt und konnten BJPW somit vom Start weg zu einer ernstzunehmenden Kraft auf dem "Garbage" Sektor machen. Ursprünglich experimentierte BJPW nicht nur mit Death Matches, sondern auch mit Vale Tudo Kämpfen (portugiesisch für "everything goes" / "alles geht"), einer aus Brasilien stammenden Vollkontaktsportart. Die Death Matches setzten sich jedoch durch.

Besonders in den ersten Jahren entwickelte Big Japan zusammen mit Matsunaga einige innovative und verrückte Death Match Ideen, um auf sich aufmerksam zu machen und mit der starken Konkurrenz mithalten zu können. Im Juli 1995 begann noch alles recht harmlos, als Kendo Nagasaki in einem berühmten Grocery Store Death Match gegen einige BJPW Schüler antrat. Yusuke Kobayashi (später Abdullah Kobayashi), Seiji Yamakawa (später Ryuji Yamakawa), Yuichi Taniguchi & Bruiser Okamoto wurden dabei von Nagasaki quer über den Marktplatz geprügelt und mit allen möglichen Marktartikeln (Gemüse, Fisch, einem Fahrrad etc.) verdroschen. Knapp ein Jahr später im Mai 1996 wurde zwischen Axl Rotten & Nakamaki und Nagasaki & Yamakawa ein Exploding Balloon Thumbtacks Death Match aufgetragen. Über dem Ring hing ein großer Luftballon, in den Thumbtacks (Reiszwecken) eingefüllt wurden. Nach einigen Minuten wurde der Ballon zum Explodieren gebracht und die Thumbtacks fielen auf den Ringboden. Im Monat darauf wurde das Scaffold (Gerüst) zum ersten Mal verwendet und bei der "Summernight Dream in Yokohama" Show im August kam es zwischen Matsunaga und Nagasaki zu einem der legendärsten BJPW Matches: Einem Amazon River Piranha & Barbed Wire Board Death Match. Mitten im Ring stand ein großes Aquarium mit Piranhas, in das Matsunaga im Verlauf des Kampfes von Nagasaki reingeworfen wurde. Damit Matsunaga nicht entkommen konnte, legte Nagasaki das Barbed Wire Board auf das Aquarium. Durch diese Niederlage ließ sich Matsunaga aber keineswegs kleinkriegen. Im September 1996 folgte ein No Ropes Barbed Wire Chandelier & Barbed Wire Baseball Bat Death Match gegen Shoji Nakamaki. Leuchtende Glühbirnen wurden an das Barbed Wire gehängt, die Lichter in der Halle abgedunkelt. Es war das erste Mal, dass Glühbirnen in einem Wrestling Match bei BJPW verwendet wurden. Einige Jahre später wurden die Leuchtstoffröhren zur wichtigsten Waffe in Big Japan Death Matches. Matsunaga gewann diesen Kampf, doch knapp zwei Monate später bekam Nakamaki seine Chance auf Revanche und nutzte diese in einem Scorpion & Cactus Desert Death Match. Ebenso wie beim Piranha Death Match stand auch bei dieser ausgefallenen Idee ein Terrarium (statt einem Aquarium) im Ring. Zudem lehnten große Kakteen gegen zwei der vier Ringecken. Im Terrarium befanden sich einige Skorpione, deren Scheren natürlich zum Einsatz kamen. Nationale Aufmerksamkeit erlangte BJPW derweil bei der von New Japan veranstalteten Tokyo Dome Show vom 04.01.1997. Unter dem Motto "New Japan vs. Indy Allies" forderten Kojika, Nakamaki, Nagasaki und der junge Yoshihiro Tajiri die größte Wrestling Liga Japans heraus. BJPW unterlag deutlich mit 1-3, setzte die Fehde mit New Japan allerdings fort. Am 03.06.1997 gewann das NJPW/WAR Duo Kengo Kimura & Takashi Ishikawa den neu eingeführten BJW Tag Team Title. Vier Tage später, am 07.06.1997, verteidigten sie den Titel erfolgreich, gaben die Gürtel allerdings auf als sie sich wegen Streiteren trennten. Bei der Show standen auch Liger, El Samurai und Shinjiro Otani im Ring. Das Event bildete jedoch vorerst das Ende der Zusammenarbeit zwischen NJPW und BJPW - erst ein Jahrzehnt später sollten die Ligen wieder zusammenarbeiten.

Während Big Japan in den Matches gegen New Japan bewiesen hatte, dass ihre Liga nicht nur aus Death Matches bestand, gingen Matsunaga und Co. die Ideen für zuvor nie dagewesene Death Matches noch immer nicht aus. Schon im Januar 1997 bestritten Kojika & Matsunaga gegen Nakamaki & Yamakawa das denkwürdige (Danger Net) Circus Death Match, bei dem ein Scaffold im Ring platziert wurde und Barbed Wire (Stacheldraht) über die Seile gespannt wurde. Wer vom Scaffold herunterfiel, landete unsanft auf dem Barbed Wire Netz. Das nächste große Angle nach der Fehde zwischen NJPW und BJPW wurde von FMW Hardcore Legende Mr. Pogo eingeleitet, der zwischen 1995 und Sommer 1997 nur selten bei BJPW zu gast war. Pogo brachte seine "Shadow Army" mit sich und riss die Main Event Vorherrschaft nach einer blutigen Matchserie gegen Kojika an sich. Einen Höhepunkt erlebte diese Auseinandersetzung im Oktober 1997 bei der "Cold As Ice" Show in der Korakuen Hall, bei der Pogo & Shadow WX in einem Street Fight Extreme Dry Ice Casket Death Match auf Kojika & Nakamaki trafen. Im Ring stand in Sarg, der mit Trockeneis gefüllt war. An selber Stelle am 03.02.1998 veranstaltete Big Japan sein erstes und bisher einziges Jr. Heavyweight Turnier, das Hyper Jr. Tournament. Bekannte Gesichter wie Gran Naniwa, Minoru Fujita und Gedo nahmen an dem Turnier teil, dessen Sieger gleichzeitig auch den neugeschaffenen BJPW Jr. Heavyweight Title sein Eigen nennen durfte. Doch als Sieger ging Yoshihiro Tajiri aus dem Turnier hervor - drei Monate später verließ er BJPW wegen Problemen bei der Bezahlung in Richtung Mexiko und später USA; der Startschuss für eine internationale Karriere. Im Sommer des Jahres 1998 ging die große Gimmick Match Ära dann langsam zu Ende. Im Mai standen sich Masked GK (ein maskierter Kojika) Nakamaki, Matsunaga & Jason The Terrible auf der einen Seite und Pogo, Shadow WX, Shadow Winger & Shadow VI auf der andere im legendären The W*ING Crisis BJW Big Born Death Match gegenüber. Das Match enthielt so ziemlich alle Gimmicks, die Big Japan seit seiner Gründung benutzt hatte: Barbed Wire Boards & Baseball Bat, Lighttubes, Thumbtacks, Bed of Nails & Nail Baseball Bat, (Danger Net) Circus Scaffold mit darunter gespanntem Barbed Wire Netz, Skorpione, Kakteen, Fire Stones, Bug Zapper (Elektrischer Insektenvernichter), Dry Ice, Barbed Wire Baseball Bats und alle Waffe von Mr. Pogo, wie den Elektro-Bohrschrauber, eine Sichel mit Metallkette, eine elektronische Säge usw. Das Match, das 20:53 dauerte und durch eine Super Powerbomb vom zweiten Ringseil auf das Nagelbett & ein Stück Kaktus von Matsunaga gegen Winger entschieden wurde, war zwar äußerst brutal, aufgrund der vielen Teilnehmer und der vielen Gimmicks, die sich über die ganze Halle verteilten, aber äußerst unübersichtlich. Drei Wochen später unterlag Pogo dem Masked GK in der Korakuen Hall. Für Pogo begann damit sein "letztes Hurra" bei BJPW, denn im Juni startete ein zweimonatiges Death Match Turnier, in dessen Finale sich Pogo am 06.08. bei einer Freiluftshow in Kawasaki in einem Glass & Fire Coffin Cremation Death Match gegen Matsunaga durchsetzte und den BJPW Death Match Heavyweight Title gewann, der in diesem Turnier erstmals ausgekämpft wurde. Drei Wochen später verlor Pogo den Titel an Matsunaga, der wiederum vier Wochen später am 23.09. in der Korakuen Hall Shadow WX in einem 3 Way Board (Barbed Wire Board, Lighttubes Board & Nail Board) Alligator Death Match unterlag. Das Match war das vorerst letzte der verrückten "Matsunaga-Style Death Matches" bei Big Japan. Als Verlierer des Matches musste Matsunaga direkt im Anschluss gegen ein lebendiges Krokodil antreten! Ganze fünfeinhalb Minuten benötigte Matsunaga um das - zugegeben kleine - Krokodil in einen Sarg zu befördern und den Kampf damit zu beenden. Jedoch ging mit diesem Titelwechsel nicht nur eine große Ära in der Geschichte von Big Japan zu Ende, sondern eine neue, mindestens gleich denkwürdige nahm ihren Anfang: die Death Match Revolution / New Generation Death Match. Mit Ryuji Yamakawa (debütierte im Oktober 1994), Shadow WX (debütierte im November 1995 bei IWA Japan), Tomoaki Honma (debütierte im Mai 1997 bei BJPW) und The Winger (Takashi Okano / debütierte im August 1992) übernahm eine neue Generation an Wrestlern die Main Event Szene.

Erstmals in der Geschichte der Death Matches konzentrierten sich die neue Death Match Generation nicht auf das bloße gegenseitige eindreschen mit Gegenständen, das hinein- und herunterwerfen in Stacheldraht, Leuchtstoffröhren oder andere Objekte, sondern rücken athletisches, technisch versiertes Pro-Wrestling, Ring-Psychologie und atemberaubende Bumps in Verbindung mit den klassischen Death Match Waffen in den Mittelpunkt. Statt unbeweglichen, wrestlerisch limitierten Akteuren standen nun Wrestler im Ring, die problemlos in der Lage waren auch klassische Pro-Wrestling Matches auf hohem Niveau abzuliefern. Kombiniert mit den gefährlichen Hardcore Elementen (Leuchtstoffröhren, Stacheldraht, Reisnägel, Feuer, Glass) entstand eine nie dagewesene Form des Wrestlings. Zu dieser Zeit besaß Big Japan einen monatlichen, 90-minütigen (später 120-minütigen) Sendeplatz bei Samurai! TV, sodass viele der sehenswerten Death Matches den Weg ins heimische Wohnzimmer fanden und die Bekanntheit der Liga zunahm. 1999 wurde zudem das erste Mal die Maximum Tag League ausgetragen, ein Tag Team Turnier, bei dem einige der Turniermatches unter Hardcore Regeln ausgetragen werden. Es wurde zwischen 1999 und 2002 jährlich ausgetragen, bevor es 2009 reaktiviert wurde. Zu den genannten neuen Death Match Größen gesellte sich zu Beginn des neuen Jahrtausends ein junger Jun Kasai hinzu, der seine Karriere im Sommer 1998 begann und 2000 erstmals in die Death Match Szene von BJPW reinschnupperte. Seine brutalen Matches gegen Matsunaga (Barefoot Barbed Wire & Lighttubes und Barbed Wire & Fire) im April und Mai, sowie Barbed Wire & Fire Matches im Juli gegen Yamakawa und August gegen Shadow WX machten ihn schnell zu einer Größe in der Death Match Riege. Nach einer kurzen Fehde gegen FMW stand das Jahr 2000 allerdings ganz im Zeichen des World Extreme Cup und des BJPW vs. CZW World War 2000. BJPW war gerade eine Kooperation mit der neuen amerikanischen Hardcore Indy Promotion CZW (Combat Zone Wrestling) eingegangen, die einen großen Talentaustausch vorsah. 2000 reisten noch keine japanischen Wrestler in die USA, aber 2001 stiegen Jun Kasai, Minoru Fujita und The Winger bei der in Philadelphia, PA beheimateten Liga in den Ring. Big Japan hingegen lud die Amerikaner seit April 2000 regelmäßig dazu ein an ihre Shows teilzunehmen, sodass sich die Fehde zum zentralen Thema der nächsten zwei Jahre entwickelte. Das erste Highlight stellte der extrem brutale und blutige World Extreme Cup dar, der im April und Mai ausgetragen wurde. Nach einer dreiwöchigen Tour mit Gruppenkämpfen und KO-Runden eliminierte CZW Boss Zandig im Halbfinale in Kawasaki erst den Death Match Champion Tomoaki Honma, ehe er im Finale, in dem u.a. Salz und Zitrone (-saft) zum Einsatz kamen, Shadow WX aus dem Weg räumte. Combat Zone hatte den ersten großen Warnschuß der Fehde abgeschossen und dominierte das Geschehen über weite Strecken. Im Juli gewann Zandig den Death Match Title gegen Honma, ehe er ihn im Dezember im Yokohama Bunka Gymnasium wieder gegen Honma verlor. Honma verließ Big Japan jedoch kurz nach dem Titelgewinn, möglicherweise unzufrieden darüber, wie viel Macht hinter den Kulissen zu diesem Zeitpunkt an die Wrestler der CZW übergegangen war und wie sehr das Standing der heimischen Wrestler darunter litt. Ein Turnier um den vakanten Titel im April/Mai 2001 gewann wieder einmal Zandig, was nicht viel zur Beruhigung der Situation beigetragen haben dürfte. Zu allem Überfluss verletzte sich Ryuji Yamakawa dann auch noch schwer in einem Kampf gegen den CZW Wrestler The Wifebeater, als er bei einem geplanten Table Bump vom Apron nach draußen mit dem Hinterkopf auf dem Betonboden aufschlug. Seither haben beide Wrestler jeweils eine Mitverantwortung für den missglückten Spot auf sich genommen, wenngleich unter der Fangemeinde die Schuld auf Seiten des Wifebeater gesucht wird, so wie auch die CZW im Allgemeinen für das Engagement in Japan schlecht wegkommt. Für Big Japan war der Verlust von gleich zwei Superstars innerhalb von drei Monaten verheerend. Um diesen Verlust zu kompensieren, wurde Mitsuhiro Matsunaga wieder in eine wichtigere Rolle gerückt, konnte sogar Zandig im August 2001 entthronen. Jun Kasai und die CZW Wrestler wendet sich im Verlauf des Matches von ihrem Boss Zandig ab und ermöglichten Matsunaga damit den Titelgewinn. Zurück im Spotlight des Main Events zu sein bedeutete für Matsunaga auch neue Death Match Ideen zu entwickeln. So traf er im Oktober 2001 in einem Tarantula & Forest Death Match auf Zandig. Bei dem Match wurden spitze Baumäste und ein Terrarium mit einer Tarantula eingesetzt. Das ganze Geschehen rund um BJW vs. CZW mündete schließlich im Dezember 2001 in der größten Big Japan Show aller Zeiten, einer Mega Card in der über 16,000 Zuschauer fassenden Yokohama Arena, bei der sechs Titel ausgekämpft wurden, Ryuji Yamakawa nach fast sechsmonatiger Pause in den Ring zurückkehrte (er war allerdings nie wieder der alte) und Zandig den Death Match Titel in einem Exploding Glass, Lighttubes & Thumbtacks Death Match gegen Matsunaga zurückgewann. Zwar wurden fast 12,000 Zuschauer für die Show angekündigt, in Wirklichkeit waren es aber deutlich(!) weniger, das Event im Großen und Ganzen ein Flop (wohl auch finanziell) und als hätte das nicht schon gereicht, schnappte sich Zandig nach seinem chaotischen Match, zu dessen Sieg ihm seine CZW Kollegen dann doch wieder gratulierten und mit ihm feierten, noch das Mikro und hielt eine kontroverse Shoot Rede ab, in der er BJW angriff, die Zusammenarbeit beendete und BJW so bei ihrer größten Show aller Zeiten schlecht aussehen ließ: "Hahahaha, Matsunaga, double cross ending...I don't think so. CZW invented the word double cross. You people here know it, all you people at home know it, you people backstage know it. There is one more thing CZW invented, and you people know what I'm talking about. CZW has invented and created BJW. We put the company on the map. They know it, you people out there know it. Well I tell you what: it's been a hell of a couple of years. But guess what: CZW has done all, all, that we wanted to do in Japan. So all we would like to say to you people is: arigato gozaimasu, bye-bye. CZW is finished in Japan, Zandig and CZW as of right now are retired from this country. We are tired of carrying BJW on our backs. I'm tired of wrestling old, retired, washed-up people like this [Matsunaga]. I'm tired at looking at that crazy monkey [Kasai] running around with a tail hanging on the back of his ass. CZW is finished in this country. We are going back to America where we belong. You Japanese fans, it's not because of you. CZW loves you fans, but this company [BJW] will not go nowhere. We are through, arigato gozaimasu." - alles auf Englisch, was die Situation umso bizarrer erscheinen ließ. Samt Death Match Belt (Zandig) und BJW Jr. Belt (Ruckus) kehrte die CZW dem Land der aufgehenden Sonne den Rücken; Den Jr. Belt "klaute" The Winger im Dezember 2001 bei einer CZW Show in der ECW Arena und gewann ihn schließlich ganz offiziell gegen den dann amtierenden Champion Trent Acid im März 2002. Zandig gab den Death Match Gürtel nie zurück...

Ausgelaugt von der Fehde gegen CZW begann 2002 langsam der zwischenzeitliche Abstieg von BJW, von dem sich der Liga erst drei bis vier Jahre später erholte. Kasai verletzte sich sich am 05.05.2002 bei einer WEW Show schwer am Knie und musste lange pausieren. Zu BJW kehrte er jedoch nicht mehr zurück, angeblich weil BJW nicht für die Behandlungskosten aufkommen wollte. Als seine Verletzung auskuriert war, heuerte er mit der Absicht, sich im traditionellen Pro-Wrestling zu etablieren, bei ZERO-ONE an. Vor der Verletzung war Kasai der Anführer von XCT, einer Gruppierung zu der auch The Winger und BADBOY Hido gehörten, die mit BJW fehdete. Yamakawa, Abdullah Kobayashi, Shadow WX, The Winger, der von der CZW übrig gebliebene Madman Pondo, der aufgrund seiner durchgedrehten Art und Weise sehr gut bei den japanischen Fans ankam und immer gute Kontakte nach Japan pflegte, und Kintaro Kanemura von WEW (World Entertainment Wrestling) bildeten die Eckpfeiler der Death Match Riege, doch zu großen Sprüngen war BJW 2002 nicht mehr in der Lage. Als Notanker wurde im Frühjahr 2003 der BJW Death Match Heavyweight Title geworfen, der nach 15 Monaten endlich wieder ausgekämpft wurde. Kanemura gewann ein Decision Match gegen Shadow WX, konnte der vor sich hin dümpelnden Liga aber nicht das nötige Leben einhauchen. Ein halbes Jahr später sollte das Schicksal der Liga eine Wendung nehmen: Als BJW im August 2003 einen Countdown anlässlich des fünfhundertsten Death Matches der Ligageschichte startete, begann der Aufstieg von Ryuji Ito, einem jungen Eigengewächs, der 1999 debütierte und einige Jahre in Non-Death Match Kämpfen in der Undercard von sich Reden machte. Zusammen mit dem nur wenige Monate später debütierten Daisuke Sekimoto machten die beiden Youngster schnell auf sich aufmerksam. Sekimoto war von Anfang an eher eine kräftige, hard hitting Wrestling Maschine mit mächtigen Suplessen und krachenden Lariats. Ito hingegen entwickelte sich zum Death Match Wrestler und trat damit in die Fußstapfen von Yamakawa, Honma und Shadow WX. Am 24.08. besiegte er Kanemura im Yokohama Bunka Gymnasium im BJW Death Match #500. Über zwei Jahre hatte es seit der CZW-Fehde gedauert, bis wieder ein BJW Wrestler den Titel sein Eigen nennen konnte (sieht man von einer kurzen viermonatigen Regentschaft von Matsunaga ab, die zu nichts führte). Ryuji Ito war das neue Gesicht der Liga, sorgte dank seiner spektakulären Bumps und Dives für atemberaubende Kämpfe und verpasste der Liga das nötige neue Image, nach dem BJW seit dem Ende der CZW-Fehde gesucht hatte. Fast schon eine kleine Hommage an die alte Gimmick Ära gab es im August 2003 auch noch zu bestaunen, als BJW auf die ebenso lustig wie skurrile Idee kam, ein mehrstöckiges Haus in den Innenraum der Korakuen Hall zu stellen, in dem insgesamt vier Matches ausgetragen wurden. Eines fand in der Küche statt, ein weiteres im Badezimmer, das dritte im gesamten im Parterre und als das Haus schon in Mitleidenschaft gezogen wurde, zerlegten die beiden Vier-Mann Teams im Main Event einfach das ganze Haus. Die Zuschauerzahlen waren zu dieser Zeit erst langsam dabei sich ins Positive zu entwickeln, aber eine Perspektive war für Big Japan zweifelsohne wieder zu erkennen. Erst recht als mit "Black Angel" Jaki Numazawa ein weiterer junger Rookie den Vorstoß in die Death Match Szene wagte. Im Herbst ging dann auch endlich ein neues TV Format an den Start: Death Match Wars, eine wöchentliche 60-minütige Sendung auf Samurai! TV, die in Sachen Popularität wahre Wunder bewirkte. Passend zum 10-jährigen Bestehen der Liga hatte Big Japan den turn-around geschafft.

Ab 2005 begann dann schließlich die aktuelle Ära von Big Japan, die dritte wenn man so möchte. Mit von der Partie war im Rahmen der im Januar 2005 gestarteten BJW vs. Apache Army Fehde auch Takashi Sasaki, der sich über die Jahre zu einem der größten Eckpfeiler der Death Match Szene entwickelte. Im Zuge der genannten Fehde kehrte auch Jun Kasai wieder zu Big Japan zurück, sodass mit Ito, Numazawa, Sekimoto (mit sporadischen Death Match Auftritten), Kobayashi, Shadow WX, Sasaki, Kanemura, Kasai und Madman Pondo ein aufregender und größtenteils junger Kern an Death Match Wrestlern bereit stand, der die Zuschauer mit seinen aufregenden Matches zum Staunen brachte. Im Mittelpunkt der Matches standen mittlerweile hauptsächlich die gläsernen Lighttubes, die gleich zu hunderten eingesetzt wurden. Eine Neueinführung der letzten Jahre sind auch die so genannten Kenzan (dt. Schwerterberg), die ursprünglich seit über hundert Jahren für die japanische Kunst des Blumenarrangierens verwendet werden. Zum ersten Mal zu Bestaunen gab es die fiesen Teilchen im März 2006 in einem Death Match Title Match zwischen Takashi Sasaki und Abdullah Kobayashi, bei dem eines der Kenzan sogar im Hinterkopf von Sasaki stecken blieb und trotz mehrfacher Versuche einfach nicht rauszuziehen war. Dank der nun wiedererstarkten Death Match Division konnte sich Sekimoto ab 2006, nachdem er einige Male mit Death Matches experimentierte und dort eine sehr gute Figur machte, endlich voll und ganz auf reine Pro-Wrestling Matches konzentrieren, wo sein hard hitting style voll und ganz zum Tragen kam. Matchserien gegen Masato Tanaka von ZERO1-MAX, Kengo Mashimo von K-DOJO, Manabu Nakanishi von NJPW und Kintaro Kanemura machten Sekimoto zu einem der größten Indy Wrestling Stars in Japan.

Nachdem die Jahre 2005 und 2006 von denselben Death Match Stars geprägt wurden und sich Big Japan kontinuierlich zu einer erfolgreichen und profitablen Liga mit einem harten Kern an Fans mauserte, startete im Frühjahr 2007 wie der Phönix aus der Asche ein neuer Star am Death Match Himmel auf, mit dem damals niemand gerechnet hatte. Yuko Miyamoto von der Indy Sleaze Liga 666 (Triple Six) wrestlete seit Januar 2006 in den Undercards der Big Japan Shows. Im Juli tauchte er zum ersten Mal bei einer kleinen Show in einem Death Match auf, tat dies im Verlauf des Jahres noch ein paar weitere Male bevor er am 02.01.2007 in einem Korakuen Hall Main Event vollkommen überraschend einen Pinfall-Sieg schaffte. Miyamoto war nur durch den verletzungsbedingten Ausfall von Saburo Inematsu in das Match gerutscht, aber packte die Chance seines Lebens am Schopfe, begeisterte die Zuschauer und beeindruckte seine Gegner. Knapp vier Wochen später wurde er zwar in einem Six Man Tag Match von Death Match Champion Sasaki gepinnt, durch seinen spektakulären Kampfstil und einem weiteren Pinfall-Sieg gegen Death Match Legende Shadow WX zementierte Miyamoto jedoch seinen Platz als Herausforderer. Das ultimative Champion vs. Underdog Match stieg im März in der Korakuen Hall in Form eines (Baugerüst-) Scaffold Death Matches, bei dem beide Wrestler unglaubliche Bumps vom neben dem Ring platzierten Scaffold nahmen (z.B. Diving Footstomp, Moonsault Press, D-Geist). Obwohl er das Match verlor, wurde Miyamoto quasi über Nacht zum Star. Um seinen Entwicklung hin zum Death Match Main Eventer zu untermauern, durfte Miyamoto sein Können in einer Trial Series unter Beweis stellen, bei der er zwischen Juli und Dezember 2007 gegen die sieben größten Death Match Stars von BJW antreten durfte. Er verlor alle Matches, auch das siebte und letzte im Dezember bei der mittlerweile zur Tradition gewordenen großen Jahresabschluss-Show im Yokohama Bunka Gymnasium in einem Re-Match gegen Takasahi Sasaki, doch Miyamoto hatte mittlerweile allen gezeigt, dass er sich seinen Platz in den Main Events verdient hatte. So war es dann auch kein Wunder, dass er sich zwölf Monate später an selber Stelle durch einen Sieg gegen Shadow WX erstmals den BJW Death Match Title um seine Hüfte schnallen durfte. Wiederum zwölf Monate später konnte Miyamoto sogar seinen Mentor und ehemaligen Tag Team Partner Sasaki in einem Scaffold Match schlagen und damit endgültig beweisen, dass er zu den großen Death Match Stars des ausklingenden Jahrzehnts gehört.

Big Japan beendete das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends auf außerordentlich erfolgreiche Art und Weise. Nachdem die Death Matches in den ersten Jahren nach der CZW-Fehde eine so elementare Rolle in der Wiedergeburt der Liga einnahmen, wurde mit der Zeit auch immer mehr Wert auf die Non-Death Matches gelegt. Sekimoto führte diese Division an und war maßgeblich am Training mehrerer Rookies beteiligt, die seit 2008 für Furore sorgen. Shinya Ishikawa (debütierte im März 2008), Powerhouse Yuji Okabayashi (debütierte im Juni 2008) und Ryuichi Kawakami (Dezember im Juni 2008) lassen auf eine rosige Zukunft für Big Japan hoffen. Insgesamt lassen sich mittlerweile drei Divisionen bei Big Japan ausmachen:
1. die Death Matches in den Main Events, zu deren Stars Ito, Kobayashi, Numazawa, WX, Kasai, Sasaki, Miyamoto und die Nachwuchstalente Isami Kodaka (von Union Pro) und Masashi Takeda (von STYLE-E) zählen.
2. Strong BJ, die Pro-Wrestling Fraktion rund um Sekimoto, Yoshihito Sasaki (der nach seinem Engagement bei ZERO1-MAX zu BJ wechselte), Ishikawa und Okabayashi, Kawakami & Co., die auf hard hitting Action setzt und sich regelmäßig um den BJW Tag Team Title streitet.
3. MEN's World, die wilden Multi-Man High Flying Orgien von MEN's Teioh und seinen Mannen aus der Indy Szene.
Da Big Japan seit 2008 vermehrt auf die Ausbildung von Nachwuchswrestlern wert legt, wurde im November 2008 zudem die von Lee Nikkan, der berühmten weiblichen Ringrichterin von Big Japan, produzierte Showserie "DAINICHI DASH" (D-Dash) ins Leben gerufen, bei der den vielen Youngstern (sowohl denen von BJW als auch solchen anderer Indy Ligen) von Sekimoto, Yoshihito Sasaki und einigen anderen erfahreneren Wrestlern vor kleinem Publikum die Kunst des Pro-Wrestlings nahe gebracht wird. Eine ganz besondere und unerwartete Ehre wurde Big Japan schließlich im letzten Monat des Jahrzehnts zuteil, als das renommierte Tokyo Sports Magazin seine seit 1974 jährlich erscheinenden Puroresu Awards vergab. Das Razor Cross Board Death Match zwischen Jun Kasai und Ryuji Ito - das erste große Singles Match der beiden Death Match Ikonen des neuen Jahrtausends (es sollte ursprünglich schon einige Jahre zuvor stattfinden, doch immer kam etwas dazwischen / als Rookies hatten beide einige nicht nennenswerte Undercard Matches gegeneinander) - gewann den Hauptpreis des besten Kampfes des Jahres! Seit dem Atsushi Onita vs. Tarzan Goto Death Match aus dem Jahr 1990 hatte kein Match dieser Art mehr einen großen Preis gewonnen. Für Big Japan war es insgesamt erst der zweite Tokyo Sports Award - Sekimoto gewann 2007 den Technique Prize. Schlechte Nachrichten hingegen gab es im März 2009, als Samurai! TV die Ausstrahlung der wöchentlichen Death Match Wars TV Show beendete. In den knapp fünfeinhalb Jahren (08.10.2004~31.03.2009), in denen die Show auf Sendung war, liefen insgesamt 215 Ausgaben über den Bildschirm. Anstelle der vier Stunden pro Woche ist eine zwei-stündige Sendung pro Monat gerückt, bei der haupsächlich die Korakuen Hall Shows gezeigt werden. Einzelne Shows in anderen Hallen werden in der neuen Sendung zwar auch noch ab und an gezeigt (gelegentlich auch in zusätzlichen Sendungen), leider aber nicht mehr so häufig wie es noch im Rahmen der Death Match Wars Sendung der Fall war.

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